Auf Helgoland ticken die Uhren anders

Im Sommer besuchen täglich rund 10.000 Touristen Helgoland  - die einzige Hochseeinsel Deutschlands. Zwischen 12 und 16 Uhr wuseln die Tagestouristen durch das Unterland der kleinen Insel und decken sich in den Geschäften mit allerhand Waren wie Parfüm, Zigaretten und alkoholischen Getränken ein – zollfrei versteht sich. Doch nicht nur für die Souvenirgeschäfte bedeutet der tägliche kurze aber heftige Besucheransturm eine Kraftanstrengung – auch die Gastronomen Helgolands stellen sich täglich der Herausforderung. So auch Jasmin Tavarez Ventura, Inhaberin der „Bunten Kuh“.

Betritt man das kleine Restaurant, das in den legendären Hummerbuden liegt, fällt eines sofort auf – hier ist der Name Programm und die „Bunte Kuh“ ist bei Touristen und Urlaubern beliebt. Auf Theke, Fensterbänken und Regalen stehen, liegen oder sitzen mehrere hunderte Kühe – aus Plüsch, Porzellan oder anderen Materialien. „Das sind Geschenke unserer Gäste. Aber eigentlich rührt der Name „Bunte Kuh“ wo ganz anders her. Der berüchtigte Pirat Klaus Störtebeker wurde auf einer Hansekogge namens „Bunte Kuh“ nach Hamburg transportiert, nachdem er vor Helgoland gestellt wurde. Das Schiff trug als Gallionsfigur einen Kuhkopf“, erklärt die Restaurant-Chefin.

Seit 12 Jahren arbeitet die heute 34-Jährige in dem gemütlichen Restaurant. Zunächst sechs Jahre als Angestellte und danach als Inhaberin, die täglich - bis auf mittwochs (Ruhetag) - selbst hinter der Theke steht und ihr Restaurant unter strengem aber herzlichem Regiment führt. „In der Saison von März bis Ende Oktober gehen hier täglich zwischen 250 und 300 Essen raus. Das erfordert absolute Konzentration und Einsatzbereitschaft. Alles muss Hand-in-Hand gehen“, so Jasmin Tavarez Ventura. Besonders stressig ist es in den Mittagsstunden. Denn in der Zeit zwischen 12 und 15 Uhr kommen die Tagestouristen – dann brummt das Geschäft in der „Bunten Kuh“. „Da die Tagesgäste nachmittags alle zurück auf ihr Schiff müssen, geht es hier innerhalb kürzester Zeit Schlag auf Schlag“, so die Chefin. Scheint dann noch die Sonne, kann man sich einen Glückspilz nennen, wenn man draußen einen der begehrten Tische ergattert. Nach einer kurzen Verschnaufpause am Nachmittag geht es in den Abendstunden nochmal richtig rund. „Dann kehren die Übernachtungsgäste bei uns ein. Hier fahren wir zwei Besetzungen - ohne Reservierung geht da nichts“, erklärt die 34-Jährige. Auf Helgoland ticken die Uhren halt anders.

Die besondere Herausforderung in der „Bunten Kuh“ – die Küche. Auf nur 15 m² schickt das dreiköpfige Küchenteam täglich bis zu 300 Essen raus. Das Angebot ist dabei reichhaltig und lässt keine Wünsche offen. Die deftige Gulaschsuppe findet genauso ihren Platz auf der Speisekarte wie die traditionellen „Helgoländer Knieper“. „Wir haben für jeden etwas dabei, allerdings dominiert bei uns natürlich der Fisch“, so Jasmin Tavarez Ventura. Eine Erweiterung der kleinen Küche wäre für die Crew der „Bunten Kuh“ zwar eine Erleichterung, kommt aber nicht in Frage. Das Restaurant liegt in den legendären Hummerbuden Helgolands – die nur unter strengen Auflagen renoviert werden dürfen. „Selbst die Farben der einzelnen Hummerbuden sind exakt vorgegeben“, so die Chefin. Wo keine Möglichkeiten für Umbaumaßnahmen bestehen, bleibt nur eins: die vorhandenen Gegebenheiten optimieren.

Gesagt, getan. Im April 2016 wurde die alte Küchentechnik gegen einen PalmariumPure von Küppersbusch Großküchentechnik getauscht. Der Glühplattenherd ist einem VITRO-EXPRESS Induktionsherd mit Flächeninduktion und Backofen gewichen. Zusätzlich wurde eine DUPLEX-ANTIHAFT Bratplatte und ein Wasserbad verbaut  - alles unter einer durchgehenden Oberplatte und aufgrund der räumlichen Gegebenheiten in 750 mm Bautiefe. Jasmin Tavarez Ventura: „Den alten Glühplattenherd mussten wir früher bis zu zwei Stunden vorheizen. Die Hitze in der Küche war unbeschreiblich. Mit dem Induktionsherd ist das viel einfacher und effizienter. Das werden wir auch an den Energiekosten merken.“

Doch bevor der neue PalmariumPure eingesetzt werden konnte, musste er erstmal in die Küche hinein.  Aufgrund der baulichen Voraussetzungen und der strikten Auflagen blieb nur eine Möglichkeit – hochkant durch das Fenster. „Das war eine interessante Aufgabe“, erinnert sich Siegfried Lang, Gebietsleiter bei Küppersbusch Großküchentechnik. „Aber mit vereinten Kräften haben wir das gewuppt“, so Jasmin Tavarez Ventura. Begleitet und geplant wurde der Küchenumbau von Hinsche Gastrowelt aus Oldenburg.      

Die Technik:PalmariumPure, bestehend aus Geräten der CombiLine 750 (750 mm Bautiefe)

  • OEH 565 VITRO-EXPRESS Induktionsherd mit Flächeninduktion und Backofen
  • OEB 430 DUPLEX-ANTIHAFT Bratplatte mit spezieller Oberflächentechnik, die ein Anhaften des Bratguts verhindert
  • OEW 250 Wasserbad  

www.buntekuh-helgoland-de.jimdo.com
www.kueppersbusch.com
www.hinsche-gastrowelt.de/

Schauen Sie sich auch die Anwendungsvideos aus der „Bunten Kuh“ auf unserem Youtube-Kanal an. 

https://youtu.be/tXwE5uS6gVI
https://youtu.be/9ufi-gAJ-Jg